Brieftauben-Züchter suchen Nachwuchs

 

Brieftaubenzüchter in Deutschland kämpfen mit akuten Nachwuchsproblemen

 

Maximus - NL-95-2069170 Sohn "Büffel" x "Dicky" von Piet de Weerd

( Bild: mit freundlicher Genehmigung von Lothar Lessmeister )

 

Deutschlands Brieftaubenzüchter haben Nachwuchssorgen. Vielleicht können technische Entwicklungen für das Hobby begeistern.

 

Brieftaubenzüchter müssen die Werbetrommel für ihr Hobby rühren. Das Durchschnittsalter der Züchter ist hoch, der Nachwuchs bleibt aus. Brieftauben-Experte Christoph Schulte glaubt trotzdem nicht, dass sein Hobby bald verschwindet. "Es öffnen sich immer wieder neue Wege, mit denen sich der Sport neu erfindet", sagt Schulte, der einen Taubenschlag in Bochum betreibt und Redakteur der Zeitschrift des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter ist.

 

Die technische Entwicklung schreite voran und halte den Sport zeitgemäß. Mussten vor den 90er Jahren noch aufwendig die Gummiringe der Tiere abgelesen werden, funktioniert die Messung der Ankunftszeiten bei Wettbewerben heute mit elektronischen Chips.

 

Nach Schultes Einschätzung könnte der Einsatz von GPS-Technik neue Impulse für den Brieftaubensport bringen. "Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik, aber eines Tages werden GPS-Empfänger es möglich machen, Flüge live mit Internet mitzuverfolgen. Das würde ganz neue Spannung in den Sport bringen."

 

Dass sich junge Leute nur schwer für die Zucht der Langstreckenflieger begeistern lassen, habe mit dem hohen Aufwand zu tun. "Bei der Fülle an Möglichkeiten, die junge Leute heutzutage haben, schrecken viele vor der Verantwortung für die Tiere zurück."

 

Wer Tauben halten und für Wettbewerbe trainieren will, müsse viel Zeit investieren. Wer wolle, dass die Vögel bei Preisflügen von Orten in bis zu 650 Kilometern Entfernung wieder nach Hause finden, müsse außerdem mit ihnen trainieren. Aber: "Wer als junger Mensch Berührungspunkte mit dem Sport hat, den packt nicht selten der Brieftaubenvirus."

 

 

05.01.2013 | 16:04 Uhr N24, DPA

Alpenpower´s 2.0 - Long distance pigeons flying in bad weather and on high mountains
Brieftauben - Sport im Hochgebirge
 

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Kommentare: 1
  • #1

    Dietmar Czeskleba (Freitag, 07 Februar 2014 06:51)

    Hallo verehrte Züchter,

    Ich glaube, dass es auch etwas mit den Kosten zu tun hat, denn welcher junge Mensch hat mal eben für die lobgepriesene Technik der Flugüberwachung über 2000,€ liegen. Von der Anschaffung der Tiere einmal abgesehen. Es muss ja alles schön teuer sein! Allein von daher wird dieser Sport aussterben.

    MFG Dietma r Czeskleba

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